- 14.09.2026 Unser Projekt „Inklusion“ - Lernen durch Begegnung
- 07.09.2026 Besuch des ehemaligen Jugendschutzlagers Uckermark
- 04.09.2026 Reisebericht: Klassenfahrt nach Barcelona
- 04.09.2026 Willkommenstag für die FSH26
- 24.08.2026 Schulstart 2026/2027
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Erasmus+-Reise nach Belgien
Erasmus+ in Eupen: Fachlicher Austausch, Begleitung und neue Perspektiven
Im Rahmen des Erasmus+-Programms konnte ich einige Tage im belgischen Eupen verbringen und dort wertvolle fachliche und persönliche Erfahrungen sammeln. Mein Aufenthalt führte mich ins Mosaikzentrum, ein Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung, das sich durch eine ressourcenorientierte und kooperative pädagogische Arbeit auszeichnet. Von Beginn an wurde ich offen und herzlich aufgenommen – eine Atmosphäre, die einen intensiven Austausch und authentische Einblicke in den Arbeitsalltag ermöglichte.
„Besonders beeindruckt hat mich die offene Haltung. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, willkommen zu sein.“
Begleitung einer Schülerin im Erasmus+-Praktikum
Ein zentraler Bestandteil meines Aufenthalts war die Begleitung einer Schülerin unserer Schule, die im Rahmen von Erasmus+ ihr Praktikum im Mosaikzentrum absolvierte. Die direkte Betreuung vor Ort ermöglichte es, ihre Lern- und Entwicklungsprozesse sehr nah zu begleiten.
Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsam durchgeführte Reflexions- und Entwicklungsgespräch mit der Schülerin, Angelina K. und einem Mitarbeiter der Einrichtung, Herrn Mandel. Der unmittelbare Praxisbezug sowie die realen Eindrücke aus dem Arbeitsalltag boten eine fundierte Grundlage, um Stärken sichtbar zu machen, Herausforderungen zu benennen und konkrete nächste Entwicklungsschritte zu formulieren.
„Das Gespräch vor Ort hatte eine ganz andere Qualität als die digitale Reflexion. Erlebtes konnte direkt benannt und gemeinsam reflektiert werden.“
Job Shadowing: Hilfen zur Erziehung im belgischen Kontext
Und auch ich selbst nutzte den Aufenthalt im Rahmen von Erasmus+ Job Shadowing, um das Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung in Belgien kennenzulernen. Die Leiterin, Frau Schröder, nahm sich viel Zeit, das Arbeitsfeld zu erklären und einzuordnen.
Ein weiterer Schwerpunkt meines Aufenthalts war der fachliche Austausch mit der Leitung des Mosaikzentrums. Dabei erhielt ich wertvolle Einblicke in das belgische Schulsystem, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens.
Im Vergleich zum deutschen System wurde deutlich, dass die belgischen Bildungswege stärker durchlässig gestaltet sind. Bereits im Sekundarbereich können Schülerinnen und Schüler zwischen verschiedenen Bildungsrichtungen wählen. Die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern ist dabei häufig praxisnäher ausgerichtet und enger an schulische Kontexte angebunden. Dies führt zu einer größeren Nähe zwischen Bildung und Erziehung und stärkt die sozialpädagogische Rolle im schulischen Alltag.
„Der Austausch hat meinen Blick auf Ausbildung und Berufsrollen erweitert – einige Ansätze lassen sich auch für unsere eigene schulische Praxis weiterdenken.“
Fazit: Europäischer Austausch als Gewinn für Schule und Praxis
Nicht vergessen möchte ich den beeindruckenden Ausflug in die Umgebung (ins Moor) von Eupen und auch die Info, dass die Überschwemmung vom Ahrtal bis nach Eupen vorgedrungen ist. Erstaunlich, wie die Schäden von dazumal inzwischen wieder behoben wurden.
Rückblickend war mein Erasmus+-Aufenthalt in Eupen eine äußerst wertvolle Erfahrung. Die Kombination aus internationalem Austausch, Gesprächen, der Begleitung einer Schülerin und den Einblicken in ein anderes Bildungs- und Ausbildungssystem hat meinen Blick nachhaltig erweitert.
„Erasmus+ ist weit mehr als ein Austauschprogramm – es ist eine echte Chance zur persönlichen und professionellen Weiterentwicklung.“
Ina Bottke
Bild zur Meldung: Foto von Eupen: Ina Bottke Mai 2026












