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Erasmus+-Praktikum in Spanien

18.​03.​2026

Hola, ich bin Paul und absolviere die landwirtschaftliche Ausbildung im 2. Ausbildungsjahr. Im Februar 2026 wurde mir über Erasmus+ ein knapp einmonatiges Auslandspraktikum in Spanien ermöglicht. 


Dort arbeitete ich auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, der in der Provinz Albacete in einem bergigen Gebiet liegt. Der Hof befindet sich auf einer Höhe von 720 m. Die Landwirtschaft in dieser Region ist sehr verschieden zu der in Deutschland, trotzdem gibt es auch viele Überschneidungen. Die Region ist sehr trocken, die Wälder bestehen nur aus Kiefern und wo keine Kiefern stehen, ist Ödland mit trocken-resistenten Pflanzen wie Rosmarin. Auf den Feldern werden ohne Bewässerung größtenteils nur Mandel und Olivenbäume kultiviert. Getreide wird auch ohne Bewässerung angebaut, dies dient aber meist nur zur Futternutzung. Getreide ist auch das einzige Futtermittel, was dort angebaut wird, denn Gräser oder auch Luzerne überleben den Sommer ohne Bewässerung nicht. 


Für den Gemüseanbau und den Anbau von Obstbäumen ist eine Bewässerung erforderlich. Im Winter kann es durchaus mal kalt werden, die Temperaturschwankungen sind hier recht stark. Als ich da war, gab es Nächte mit Nachtfrost und tagsüber war es bis zu 30 Grad warm. Generell kühlen die Nächte immer recht stark ab, im Sommer ist es sehr heiß mit 40 Grad und im Winter kann es sich auch mal bis zu -10grad abkühlen. Die durchschnittliche Regenmenge von 467 mm/Jahr im Jahr ist fast die gleiche wie bei uns, der Regen fällt dort aber nur im Winter und Frühjahr, außerdem gibt es hier häufig stark austrocknende Winde. Dadurch, dass es sehr bergig ist und sich die Regenmenge auf den Winter konzentriert, gibt es große Erosionsprobleme. Im letzten Jahr hat ein Starkregen eine große Flut ausgelöst, die 6 Todesopfer verursachte.

 

Der Hof, auf dem ich war, bewirtschaftet 70 ha, 20 ha davon sind mit Olivenbäumen bepflanzt, 10 mit Mandelbäumen, 5 mit anderen Obstbäumen und der Rest ist Ackerfläche, die größtenteils zum Getreideanbau zur Fütterung von Schafen genutzt wird. Ein kleiner Teil der Ackerfläche ist bewässerungsfähig, dort wird etwas Gemüse angebaut. Ein Teil der Olivenbäume ist ebenfalls bewässerungsfähig. Bewässert wird mit Hilfe von offenen Kanälen, die das Wasser von einer Quelle zu den Feldern der Bauern in dem Tal fördert. Diese Bewässerungsmethode ist sehr alt, aber ressourcenschonend, da sie nur das Wasser verbraucht, was aus der Quelle kommt. So wird kein Grundwasser verbraucht und auch keine Energie für Pumpen.


Die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in Spanien sind genauso wie hier nicht konkurrenzfähig zu den großen Betrieben. Gerade in dieser bergigen Gegend ist Landwirtschaft aufwändig und nicht konkurrenzfähig zu ebenen Regionen, viele Arbeiten sind nicht mechanisierbar, so werden immer weniger Flächen bewirtschaftet. Deshalb gibt es auch immer weniger Jung-Landwirt*innen.

 

Ich habe die letzten Tage der Olivenernte mitbekommen. Da die Bäume größtenteils auf unbefahrbaren Terrassen stehen, ist es viel Handarbeit, aber dafür hat man meist eine schöne Aussicht. Trotzdem bin ich froh, dass ich diese Arbeit nicht zwei Monate machen musste. Außerdem haben wir die Mandelbäume gepflegt und natürlich noch viele andere Dinge, die auf einem Hof so anfallen. In meiner Freizeit war ich viel wandern und habe viel Zeit mit anderen Praktikanten und den Landwirt*innen verbracht. Außerdem habe ich natürlich das leckere Olivenöl und das viele andere leckere Essen genossen. Vielen Dank für diese Möglichkeit, ich habe die Zeit genossen.
 

 Funded by EU 

 

Bild zur Meldung: Erasmus+-Praktikum in Spanien

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Erasmus+ in Spanien 03.2026 (18.​03.​2026)

Kontaktdaten

Oberstufenzentrum Uckermark
Brüssower Allee 97
17291 Prenzlau

 

Tel.: 03984 8656310

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