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Erasmus+ in Amsterdam

03.​09.​2025

I was in Amsterdam from 11.08. to 16.08.25

 

Ich bin sicherlich nicht die erste und ganz bestimmt auch nicht die letzte Teilnehmerin, die in Amsterdam über ERASMUS einen Kurs belegt hat, um ganz genau zu sein, einen Englischkurs.

 

Diese Reise im August 25 war nicht nur eine Gelegenheit, meine Englischkenntnisse zu verbessern, sondern auch eine Entdeckungstour durch die pulsierende Kultur einer der faszinierendsten Städte Europas – und das mit dem Rollstuhl.

 

Ein neuer Anfang

Alles begann mit einer Kurseinführung und einer Bedarfsanalyse. Ich freute mich von einer Lehrerin aus Spanien begrüßt zu werden und mit Menschen aus Italien, Tschechien, Ungarn, Deutschland und Frankreich eine Woche verbringen zu dürfen. Der erste Tag war der Auftakt für so vieles. Die Sonne schien hell über Amsterdam, als ich mich auf dem Weg zur Schule begab. Und schon saßen wir alle im Klassenraum. Schnell war das Eis gebrochen und die Kommunikation konnte beginnen. Jeder stellte seine Schule mit einer PowerPoint vor, und wir waren wohl alle etwas aufgeregt. Wir teilten unsere persönlichen Ziele und Lernbedürfnisse, und ich spürte, dass wir alle auf der gleichen Reise waren – bereit, unsere Sprachfähigkeiten zu entfalten. Am Nachmittag folgte ein Stadtrundgang. Ich durfte die Erfahrung sammeln, dass Amsterdam relativ barrierefrei ist, weil ich bei der Stadtführung fast überall mit dem Rollstuhl mitrollen konnte. Amsterdam ist ein „Unikum“ an Vielfalt, an Magischem, an Romantischem, an Realem, Amsterdam ist eine Stadt der „1000 Gesichter“ - eine Stadt der Unruhe und Regsamkeit sowie gleichsam der Ruhe und Entspannung, - eine Stadt am Land und irgendwie „im Wasser“, was mich besonders fasziniert.

 

Der „Kampf“ gegen die Grammatik

Am zweiten Tag begaben wir uns in die Welt der Verbformen. Es war eine Art Abenteuerreise durch die englische Grammatik. Mit jeder neuen Regel fühlte ich mich wie eine Entdeckerin, die unbekannte Territorien erkundet. In Paar- und Gruppenarbeiten stellten wir uns vor, erzählten von unseren Leben und teilten unsere Routinen. Es war eine Herausforderung, aber auch ein riesiger Spaß, die neuen Konzepte anzuwenden und die Konversationsfähigkeiten zu schärfen. Ich konnte die Aufregung spüren, als wir uns gegenseitig unterstützten und motivierten. An diesem Tag erfuhren wir auch etwas über das Bildungssystem der Niederlande.

 

Geschichten aus der Vergangenheit

Der dritte Tag war wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Wir tauchten tief in die Welt der Vergangenheitsformen ein – regelmäßige und unregelmäßige Verben wurden zu unseren treuen Begleitern. Mit jeder neuen Zeitform, die wir lernten, öffneten sich Türen zu unseren persönlichen Geschichten. Es war faszinierend zu hören, wie die anderen ihre Geschichten erzählten. Diese Momente des Austauschs schufen eine Verbindung, die weit über das Lernen hinausging. Es schloss sich eine Grachtenfahrt auf dem einzigen Boot an, das einen Fahrstuhl für Rollstuhlfahrer aufweist.

 

Träume und Pläne

Im Vorfeld ging es in den Zoo, der sich mit seinen kreativen Anlagen und scheinbar wohlfühlenden Tieren blicken lassen kann. An manchen Tagen wurden wir morgens und an manchen Tagen später beschult. Am vierten Tag schauten wir in den Nachmittagsstunden in die Zukunft. Wir lernten verschiedene Zukunftsformen kennen und begaben uns auf die spannende Reise, unsere Träume und Pläne zu formulieren. Mit kreativen Übungen malten wir Bilder von zukünftigen Abenteuern. Ich stellte mir vor, wie ich mich in Gespräche begebe und perfekt Englisch spreche bzw. Filme in englischer Sprache sehe oder analoge Bücher lese und diese auch verstehe. Diese lebendigen Vorstellungen machten das Lernen zu einem aufregenden Erlebnis. All das wurde verbunden mit KI – in diesem Fall mit ChatGPT. Wir bekamen Anregungen, wie uns ChatGPT beim Erwerb der englischen Sprache unterstützen kann. Hinzu wurden wir mit Besonderheiten der Stadt Amsterdam (z.B. Drogen, Rotlichtmilieu, Finanzen) vertraut gemacht.

 

Der Endspurt und unvergessliches Finale

Der fünfte Tag war der große Endspurt. Wir wiederholten die Grundlagen der englischen Grammatik – Substantive, Adjektive und Präpositionen wurden zu unseren Weggefährten. Wir diskutierten, wie wir unsere Englischkenntnisse mit KI-bestückter Software (Mentimeter, Wordwall, Look in to Gliglish, Meme Generator Imgflip, Blooket) nach dem Kurs weiter verbessern können. Gruppenarbeiten waren zudem der perfekte Ort, um das Gelernte anzuwenden und sich gegenseitig zu motivieren. Es entwickelte sich ein erstes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Eine WhatsApp-Gruppe wurde gebildet.

Der letzte Tag war wie das große Finale eines Abenteuers. Wir reflektierten über unsere Fortschritte und erhielten wertvolles Feedback. Als wir unsere Zertifikate erhielten, fühlte ich mich wie eine Heldin, die eine wichtige Mission abgeschlossen hatte. Der Tag endete mit einer aufregenden Exkursion, bei der wir das Meer besuchten.

 

Ausklang

Am Folgetag konnte man noch einmal ins Rijksmuseum oder nach Zaanse Schans zu dem traditionellen Windmühlendorf, quasi einem Freilichtmuseum reisen. Wir realisierten beide Vorhaben – natürlich unter Einbeziehung der englischen Sprache. Die Besuche dieser Attraktionen von Amsterdam waren mir vor allem möglich, weil alle öffentlichen Verkehrsmittel (Busse, Straßenbahnen, Metro und Regionalzüge) über Rampen für Rollstuhlfahrer verfügen. Und so konnte ich mich in Amsterdam und Umgebung inkludiert aufhalten und einbringen. Indessen ist Amsterdam eine Radfahrerstadt, d.h. hier wohnen ca. 921 000 Menschen und davon haben 900 000 Menschen ein Fahrrad. Die Radfahrer „scheinen informell“ immer Vorfahrt zu haben (sie bremsen nicht, weder bei Rot noch bei Fußgängerübergängen). Daher ist Achtsamkeit gefragt.

 

Alles in allem - eine lehrreiche, fremdsprachige, interessante, aktive, abenteuerliche und schöne Reise – eine magische Reise.

 

Ina Bottke

 

Bild zur Meldung: Erasmus+ in Amsterdam

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Erasmus+ Amsterdam 08.2025 (03.​09.​2025)

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